Rezensionen
Andrea Gretz
In einer Welt, die oft schnelle Lösungen und oberflächliche Antworten sucht, ist Vaterliebe von Nick Wilder ein seltenes und tiefgründiges Werk. Es fordert uns heraus, sowohl unsere persönliche Verantwortung als auch die gesellschaftliche Rolle, die wir spielen, zu überdenken.
Als Executive Coach, der mit Menschen arbeitet, die oft Verantwortung auf hoher Ebene tragen, sehe ich in Nick Wilders
…
Buch eine essentielle Reflexion über die tiefen psychologischen Dynamiken, die unser Handeln beeinflussen – nicht nur als Einzelpersonen, sondern als Mitglieder einer größeren Gesellschaft.
Vaterliebe geht weit über die Geschichte eines Vaters und seiner Familie hinaus. Es stellt die Frage, was wahre Verantwortung bedeutet, besonders in einer Welt, die von schnellen, oft kurzfristigen Entscheidungen geprägt ist.
Nick Wilder zeigt, dass Verantwortung nicht nur das Handeln im Moment betrifft, sondern auch die Fähigkeit, zu erinnern – an die Vergangenheit und an die Konsequenzen unserer Taten. In einer Zeit, in der Macht häufig ohne tiefe Reflexion ausgeübt wird, erinnert uns dieses Buch an die ethischen Pflichten, die damit einhergehen.
Nick Wilder fordert nicht nur politische Entscheidungsträger, Wirtschaftsführer und andere Machtinhaber zu einer tieferen Reflexion über Verantwortung auf. Er spricht uns alle an – in einer global vernetzten Welt – in der unsere Handlungen weitreichende Folgen haben können. Die Erinnerung an die dunklen Kapitel der Geschichte wird hier nicht nur als Rückblick dargestellt, sondern als ein ethischer Imperativ, der uns vor den Fehlern der Zukunft bewahren soll.
Besonders bewegend ist Nick Wilders Darstellung der menschlichen Sehnsucht nach Anerkennung. Die Suche danach, akzeptiert zu werden – sei es von einem Vater oder der Gesellschaft – ist eine universelle Erfahrung. Der Preis, den wir zahlen, wenn diese Anerkennung ausbleibt, kann tiefgreifend und schmerzhaft sein.
Nick Wilder zeigt auf, dass wahre Gerechtigkeit in einer Gesellschaft auf der Anerkennung des Einzelnen beruhen muss.
Was dieses Buch besonders macht, ist die Art und Weise, wie es sowohl intellektuell als auch emotional berührt.
Nick Wilder schafft es, tiefgründige Themen wie Verantwortung und Anerkennung auf eine Weise zu vermitteln, die uns dazu anregt, unser eigenes Leben zu reflektieren. Es geht nicht darum, uns zu belehren, sondern uns zu einer intimen Auseinandersetzung mit unseren eigenen Werten zu bewegen.
Letztlich stellt Vaterliebe nicht nur Fragen nach der Rolle des Vaters, sondern auch nach unserer Verantwortung als Gesellschaft.
Es fordert uns auf, über die Welt nachzudenken, die wir gestalten wollen, und über den Preis, den wir für Macht, Verantwortung und Anerkennung zahlen. In einer Welt, die oft von Politik und Macht geprägt ist, erinnert uns das Buch daran, dass wahre Führung durch Fürsorge, Achtsamkeit und Mitgefühl definiert wird. Vaterliebe ist ein Buch für alle, die bereit sind, sich dieser Verantwortung zu stellen.
Peter E. – Diekholzen (73)
Wie der Autor Nick Wilder, so wurde auch ich 1952 in die Nachkriegswelt Norddeutschlands hineingeboren und wuchs ebenfalls in einem sehr „rechten“ Umfeld auf.Was ich immer schon ahnte und bisher nur bruchstückhaft wusste, verdichtet sich in dem Plot seines neuen Buches „Vaterliebe“ zu einem für mich schlüssigen Gesamtbild, wenn auch fiktional verfremdet.
Die Geschichte beginnt in Schleswig-Holstein in Tönning, einem Ort, der in diesem Roman symbolisch für viele andere Schauplätze im Norden steht, die von sehr ähnlichen gesellschaftlichen und politischen Strukturen der damaligen nationalsozialistischen Zeit geprägt waren. Ein insgesamt mitreißender Roman, der private und zeitgeschichtliche Fakten in einen spannenden Erzählfluss bringt. Geschickt lassen der Autor Nick Wilder und sein amerikanischer Co-Autor Richard Opper in diesem Roman Realität und Fiktion miteinander verschmelzen. Die dem Leser bekannten historische Ereignisse, wie z.B. das Münchener Massaker, eine fiktive Anlehnung an die rechtsradikale „Wehrsportgruppe Hoffmann“, das Drama von Hoyerswerda, die deutsche Wiedervereinigung oder derFall der Twin Towers in New York verleihen der Geschichte eine schon etwas unheimliche Realität.
Auf der einen Seite ein Entwicklungsroman, der den Protagonisten Alex von Stein in all seinen Facetten, Abgründen und Talenten zeigt, aber auch gewissermaßen ein Krimi, der den Bogen rechtsradikaler Zeitgeschichte, ausgehend von Hitlers Naziregime bis in die Neuzeit, mit neuen und gefährlichen Akteuren aufblättert.
Gefangen im Netz der Konventionen und Zwänge des damaligen „Dritten Reichs“ ist die Figur Klara von Stein, Mutter des Protagonisten Alex von Stein, eine sehr tragische Figur, die aber auch so typisch für viele Frauen dieser Generation war.
Die politischen Verhältnisse und damit verbundenen Ereignisse in der Kleinstadt Tönning sind zwar fiktional, aber für mich als Leser waren sie schockierend.
Sein verzweifelter Kampf, den Sumpf einer international vernetzten rechten Szene aufzudecken und gleichzeitig die sich ihm immer mehr offenbarenden Geheimnisse um das Wirken seines Vaters in der NS-Zeit zu verarbeiten, belastet seine spätere Ehe außerordentlich. Dieser Konflikte werden von den Autoren einfühlsam beschrieben.
Die Beerdigung des Vater Leopold von Stein in Tönning ist der Anfang aber auch (fast) das Ende des Romans.
Im Epilog gelingt es den Autoren auf geniale Weise abschließend den Leser in die Gedankenwelt zweier Brüder eintauchen zu lassen, in der jeder auf seine Weise von Kindesbeinen an versuchte, die Liebe und Aufmerksamkeit ihres Vaters zu bekommen. Der Titel „Vaterliebe“ könnte also treffender nicht sein. Als beide gemeinsam die Wahrheit über ihren Vater erfahren, steht der ältere Bruder Hans vor den Trümmern seines Lebens, während sich für Alex die gesamte Wahrheit entfaltet, nach der er sein Leben lang gesucht hat.
Schmerzhaft, aber am Ende erlösend und für Alex nicht unbedingt unerwartet.
Unerwartet ist allerdings am Ende der Geschichte eine an Alex von einem Geistlichen herangetragene Erkenntnis, die für ihn, und auch für mich als Leser, alles auf den Kopf stellt und alles bis dahin gelesene in einem anderen Blickwinkel erschienen ließ.
Der letzte Satz im Buch ergibt in fast logischer Konsequenz eine Fortführung des Plots. Es würde mich nicht wundern, wenn der vorliegende Roman verfilmt wird. Ich vermute auf Grund der umfassenden Geschichte, wohl dann eher als Serie.
Man könnte den Zuschauern dann sicherlich filmisch die Gefahren, die in unserer Gesellschaft von den wiederaufbäumenden, rechten Gesinnungen ausgehen, spannend vor Augen halten.
Der Roman verdient auf jeden Fall viele Leser, die nicht hinnehmen wollen, dass sich unsere deutsche Vergangenheit, die NS-Zeit, wiederholt und die sich in einer neuen Gegenbewegung gegen das wieder aufstrebende rechte Pack engagieren.
Liebe Freunde, Familie und Bekannte,
Liebe Zeitgenossen,
wisst Ihr welche Gedanken mich neulich beschäftigt haben?
– Was wäre wenn …
Was wäre wenn Du morgens aus dem Haus gehst und Dein Haus mit Hetzparolen beschmiert ist?
Was wäre wenn plötzlich jemand vor der Haustüre stehen würde und ohne zu zögern die Türe eintreten würde?
Was wäre wenn plötzlich jemand sagt ab morgen gibt es für Sie in diesem Land keine Arbeit mehr?
Was wäre wenn Deine Kinder aus der Schule gejagt würden?
Was wäre wenn plötzlich jemand kommt und prügelt mich und meine Familie nieder?
Was wäre wenn plötzlich jemand kommt und Dich auf einen LKW verfrachtet und an einen unbekannten Ort hinbringt?
Was wäre wenn Dir über Nacht Dein Vermögen genommen wird und Du ohne zu zögern von Nazi Schergen kaltblütig umgebracht wirst?
Sie werden sagen solche Gedanken entspringen einem Science-Fiction Roman, so etwas träumen psychisch kranke Menschen!
So etwas gibt es nicht in der Wirklichkeit.
– Aber ist das so??
Gibt es so etwas nur in der Fantasie??
Weit gefehlt!!!
So etwas hat es tatsächlich in Deutschland und Europa schon gegeben!
Ja, tatsächlich!
Diese Zeiten hat es bei uns gegeben und das ist noch gar nicht so lange her!
Die jüngeren Leute werden das nicht wissen, viele wollen es nicht wissen.
Viele haben früher weg geschaut, in 1933 – 1945, viele würden auch heute wieder wegschauen!
Und mitten in diese Gedanke hinein traf ich vor kurzem auf einen sehr bekannten Schauspieler und Buch-Autor; Nick Wilder!
War es Zufall dass wir uns begegnet sind?
Wir glauben beide nicht an Zufälle!
Nick Wilder und sein amerikanischer Co-Autor Richard Opper arbeiten seit mehreren Jahren an einer fast unglaublich anmutenden Geschichte, an einem Buch was auf der einen Seite fast jede Vorstellungskraft sprengt und doch wiederum so real, so realistisch ist, so sehr auf Tatsachen beruht, dass es mich, als Leser, nicht nur schockiert hat sondern in einem Hin und Her einer kaum gekannten Gefühlswelt zurück lässt.
Die beiden Autoren beleuchten in Ihrem, und das darf man ohne Übertreibung sagen, genialen Werk „VATERLIEBE“, die Entstehung, die Ausbreitung, die Brutalität, die bösartige Raffinesse, die Gnadenlosigkeit einer rechtsradikalen Welt; einer Welt, in der Nazis andere Menschen mit Füssen treten.
Was unterscheidet „VATERLIEBE“ von anderen Werken die sich diesem Thema bereits in der Vergangenheit angenommen haben?
Diese Frage werden Sie sich stellen und diese Frage ist berechtigt!
Es ist nicht einfach die Antwort in Worte zu fassen!
Zum einen endet die Geschichte nicht mit dem Ende des 2. Weltkrieges, nein, sie fängt da erst richtig an!
Zum anderen lässt die Geschichte uns in (heutige) gesellschaftliche und geheime Abgründe blicken, die Sie als Leserin und als Leser weder in der Zeitung noch in den Tagesnachrichten finden werden.
Mir hat dieses Buch geholfen diese Welt besser verstehen zu können!
Nicht nur aus diesem Grunde lade ich Sie ein, dieses Buch ( in Ruhe ) zu lesen.
Das ist meine persönliche Empfehlung an alle Neugierigen, an alle Anständigen, an alle Sorglosen, an alle Gedankenlosen, an alle Träumer und an alle Realisten auf dieser Erde!
Um dieses geniale Werk , diese „VATERLIEBE“ in dieser globalisierten Welt umfassend bekannt zu machen hoffe ich auf eine baldige Verfilmung, als Kinofilm oder als Serie!
Lübbert Kruizenga
(jetzt Roseville, Minnesota, USA)
Ich, Jahrgang 1964, hatte das Privileg, den Roman „Vaterliebe“ von Nick Wilder und Richard Opper schon lesen zu dürfen. Den beiden ist ein beeindruckendes Werk geschichtlicher und fast zeitgeschichtlicher Erzählung in drehbuchartigen Dialogen gelungen. Alex von Stein kämpft um die Anerkennung und um den Respekt seines Vaters, der eine tiefe Nazi-Vergangenheit …
und Überzeugung hat. Er verzweifelt daran und geht einen Weg, der unvorhersehbare Begegnungen, Überraschungen und Gefahren liefert.
Der Nationalsozialismus ist in Deutschland auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges immer noch latent vorhanden und vorhanden gewesen. Ich habe selbst erlebt, wie in der elterlichen Gastwirtschaft in Ostfriesland der „Führergeburtstag“ alljährlich am 20. April hinter geschlossenen Vorhängen und bei abgedunkelter Beleuchtung „gefeiert“ wurde. Daher kann ich das Verhalten und die Gefühle von Alex sehr gut nachvollziehen.
Ich hoffe, das Buch regt zum anderen Umgang mit der „Wiederauferstehung“ national sozialistischen Bewegungen, nicht nur in Deutschland, an. Und ich hoffe, es gibt eine Fortsetzung der Geschichte …
Kim Brodtman – Hamburg
Eine wirklich faszinierende Geschichte mit einem hochaktuellen politischen Bezug, wenn man sich die besorgniserregenden Wahlergebnisse der AfD in den letzten Jahren anschaut. Ein total wichtiges Thema, auch für den Schulunterricht.
Der Aufbau der Geschichte hat mich im positiven Sinne an eine dieser russischen Matrjoschka-Puppen erinnert: Erst ist es eine Coming-of-Age-Geschichte (Alex Jugend in Deutschland), dann wird daraus ein Road-Movie (Alex in den USA) und dann entpuppt es sich als Spionage- und Politthriller – doch durch die ganze Geschichte zieht sich als Leitmotiv Alex (Nicht-)Beziehung zu seinem Vater. Dadurch ist die Story persönlich und politisch zugleich.
Rezension von Evelyn Werner aus Seelze:
Fünf cm Vaterliebe hätten schon gereicht
Sie hätten schon gereicht, dass dieses Buch vielleicht nicht entstanden wäre. Zugegeben man kann Liebe nicht in cm messen, aber dieses Buch regt dazu an.
Man hat ein sehr, sehr dickes Buch vor sich. Es hat provokante Farben, eine provokante Schrift des Titels und viele, viele Seiten. Das relativiert sich, wenn man es aufschlägt. Die Seiten sind selbst relativ dick, aber es bleiben fast 600 Seiten.
Aber was kann man erwarten? Einen Fantasy-Roman? Einen Krimi? Eine Biografie? Eine Geschichtsaufarbeitung? Einen Liebesroman? Eine Abrechnung? Ein Drehbuch?
Das Buch hat wohl von allen Genres ein wenig. Und doch ist es einfach anders. Es fängt gefühlt harmlos an. Und man denkt, man kann sich erst einmal reinlesen und es dann für einen späteren Zeitpunkt zur Seite legen. Die Erfahrung zeigt: Das klappt nicht! Man wird schon nach wenigen Seiten süchtig weiterzulesen. Und man kann es erst zur Seite legen, wenn man auf der letzten Seite angekommen ist. Und auch dann, auch dann lässt es nicht los. Das Gedanken-Karussell geht weiter. Es landet bei der Gegenwart. Es zieht Vergleiche. Was hat mein Vater mir aus derselben Zeit erzählt, war er hilflos oder Handelnder? Ist das alles Geschichte ohne Widerkehr?
Nick Wilder und sein Co-Autor haben hier ein besonderes Buch geschrieben. Die Geschichte (?) eines Mannes, der wohlbehütet in einer Familie auf dem Land aufwächst und dann in die Mühlräder der Geschichte der letzten 80 Jahre gerät. Der sich immer nach Beachtung sehnt – nach der Beachtung durch seinen eigenen Vater. Der sein Leben opfert, um diesem Vater und sich selbst etwas zu beweisen. Der auch Züge seines Vaters hat – wenn auch unter einer ganz anderen Denke. Der auch zwischen diese wohl leider unauslöschlichen Welten unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlicher Wertevorstellungen und Machtdenkens gerät – gewollt und nicht gewollt.
Dann bleibt da auch dieser Gedanke: Dieses Buch hat der Mann geschrieben, der der „Herr Kaiser“ in der Werbung, der der Traumschiffarzt, der der Karl-May-Mitspieler war? Wieder einmal der Beweis, der Mensch hat viele Seiten. Auch das ist Inhalt der fünf sehr, sehr lesenswerten Centimeter.
Juliane Meyer
Ich habe das Buch „Vaterliebe“ mit großem Interesse gelesen. Beim Lesen hatte ich oft Tränen in den Augen – und an einigen Stellen auch ein Lächeln im Gesicht. An manchen Stellen sind die Tränen sogar ganz selbstverständlich geflossen, weil die Geschichte so nah ging und viele Emotionen berührt hat.
Vaterliebe ist ein berührendes Buch, das lange nachwirkt und sowohl das Herz als auch die Gedanken beschäftigt. Besonders bewegend war für mich, wie oft ich mich selbst in den Zeilen wiedergefunden habe, auch wenn mein eigener Hintergrund ein ganz anderer ist. Die Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte sind so authentisch beschrieben, dass sie unabhängig von der persönlichen Lebensgeschichte berühren.Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit, da häufig zwischen verschiedenen Ebenen und Zeiten gesprungen wird. Konzentration ist nötig, aber sie lohnt sich. Gerade dadurch verschwimmen Realität und Erzählung immer wieder miteinander, sodass man oft nicht mehr genau trennen kann, was Erlebtes und was literarische Verarbeitung ist.
Für mich ist Vaterliebe ein sehr ehrliches, emotionales Buch, das lange nachhallt – vor allem, weil es so viel Menschlichkeit und Tiefe in sich trägt. Danke.
Bertram Solcher, Fotograf
Es war wieder einer dieser Termine, die einen als Fotografen überfallartig erreichen.
„Wir machen ein Interview mit Dr. Sander vom Traumschiff, oder auch dem Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer.“ Aha! Recherche in der kurzen, noch verbleibenden Zeit. Alle meine Vorurteile bestätigt. Wieder einer dieser Schauspieler, der meint die Welt auch noch mit seiner Autorenschaft beglücken zu müssen.
Treffen in einem Restaurant im Hamburger Portugiesenviertel. Nick Wilder ist auf Promotion Tour für sein zweites Buch „Vaterliebe“.
Selten habe ich ein Vorurteil nach so kurzer Zeit revidieren müssen. Aus Dr. Sander ist Nick Wilder, ein politisch und menschlich engagierter Autor geworden, der weit über den Tellerrand schaut. Als wir uns nach zwei Stunden verabschieden, verspricht Nick Wilder mir, ein Buch zu schicken. Versprechen kann man viel – eine Woche später halte ich es in den Händen. 600 Seiten – der Mann will es wissen. Ich beginne zu lesen und werde schon am ersten Abend in die Geschichte hineingezogen. Anfangs verwirren mich die Zeitsprünge samt der unterschiedlichen Handlungsstränge. Aber je weiter ich lese, desto besser verstehe ich, dass der Autor in Teilen auch mein Leben beschreibt – wenig ist so, wie es aussieht und wenn man selber glaubt man würde jetzt schon um die Ecke denken, stellt man fest, dass es auch noch ganz anders sein könnte.
Wilder verbindet historische Ereignisse aus der Nazi-Zeit mit persönlichen Erfahrungen und über allem steht die zentrale Frage was Vaterliebe, oder der Entzug derselben mit Heranwachsenden macht. In einem Thriller setzt er sich qualifiziert mit der Frage auseinander, wie traumatisiert die Kinder der Kriegsgeneration sind. Wahrlich weit weg vom Traumschiff. Nach vier Tagen bin ich am Ende des Buches angekommen – enttäuscht, dass schon Schluss ist und mit ganz viel Stoff und neuen Perspektiven zum Nachdenken versorgt. Ja, Alex von Stein ist eine Erfindung, aber die Geschichte könnte so oder so ähnlich passiert sein. Oder vielleicht passiert sie gerade und wir haben es nur noch nicht gemerkt.
Schon der Interview Termin war ein echtes Erlebnis, die Lektüre war fesselnd.
Nikolaj Georgiew – (Fotograf & Filmemacher)
https://georgiew.de
Auch ich habe seit Kindesbeinen ein Thema mit meinem übermächtigen Vater gehabt. Irgendwie wusste ich, dass er ein geheimnisvolles Leben vor meinem Leben hatte, und ich habe zum Beispiel erst als Erwachsener erfahren, dass ich eine Halbschwester hatte oder habe.
Alles war im Dunkeln, und alles war unausgesprochen zwischen uns. Mein Vater ist Kriegsgeneration, war im 2. Weltkrieg im Balkan und hat gegen die Deutschen gekämpft.Alles sehr ähnlich wie bei Nick Wilder – dem Herrn Kaiser, der Schiffsarzt vom Traumschiff, den ich „zufällig“ bei einer ARD-Reportage über ihn in Hamburg vor fünf Jahren kennengelernt hatte. Aber was sag ich – Zufälle gibt es nicht.
Ich war also sehr gespannt, was Nick da für ein Päckchen zu tragen hatte – und darauf, wie er seine eigene Geschichte in einen fiktionalen Roman verarbeitet hat.
Das Buch hat mich von Seite 1 sofort in seinen Bann gezogen. Ich konnte es die nächsten Tage kaum aus der Hand legen.
Meine Freundin hat mich über fünf Tage hinweg nur noch hinter dem rot-schwarzen Buchrücken gesehen:
mal jauchzend, mal schimpfend, mal still, mal wütend – sogar mal mit Tränen in den Augen.
Und gerade aus der Sicht eines professionellen Kameramanns bekommt das Ganze für mich noch einmal eine besondere Dimension:
Dieses Buch liest sich wie ein Film, den man nicht stoppen will.
Bilder, Licht, Schatten – wie innere Kamerafahrten, die direkt ins Herz schneiden. Der Erzählstil hat Rhythmus, Dramaturgie, Stille und Explosion. Er hat Atmosphäre, er hat „Kamera“ – das Buch lebt.
Nick verwebt seine eigene Geschichte mit historischen Fakten – so nahtlos, dass Wahrheit und Fiktion ineinander fließen.
Ich ertappte mich, wie ich ängstlich auf die immer weniger werdenden Seiten, die zum Ende führten, schaute – genau wie in unserem Leben, wo die Tage immer weniger werden.
Und dann der Showdown.
Eine Flut an Bildern und Informationen, die mich staunend das Buch zur Seite legen ließ.
Bereits eine Stunde später durchflutete mich der Wunsch, meine Mutter zu fragen, was denn nun wirklich bei meinem vor 30 Jahren verstorbenen Vater für Geheimnisse vorliegen.
Auch ich habe nun Fragen und muss meine Geschichte kennenlernen – so wie ich nun die Geschichte von Nick bzw. Alex von Stein kennengelernt habe.
Viel Erfolg, lieber Nick Wilder.
Nikolaj Georgiew
Ruth Luba (Israel)
Vor einer Woche schickte mir Nick Wilder das Manuskript seines Buches „Vaterliebe“.Ich durfte als Test-Leserin dabei teilnehmen. Der Held der Geschichte, Alex von Stein, Sohn eines antisemitischen Vaters und ehemaligen SS-Mannes, muss sich mit der Vergangenheit seiner Familie und seines deutschen Volkes auseinandersetzen. Als Agent stellt er … sich dem neu aufflammenden Nationalsozialismus entgegen. Jahrelange Ausbildung als Spion bringt ihn nach Israel und in die USA. Mehrmals kommt er in gefährliche Situationen. Durch Enttäuschungen, Verlust, Vergebung und Liebe erwirbt sich Alex von Stein, der später Alex Roth heißen wird, einen Platz in unseren Herzen. Er verfolgt einen unsichtbaren Feind, der ihm offensichtlich immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Oder ist er ihm näher als er ahnt? Alex von Stein findet Vaterliebe, völlig unerwartet, bei Menschen, die jedes Recht hätten, ihn zu hassen und Hass bei Menschen, die nicht in der Lage sind, ihm diese Liebe geben zu können.
Als Israelin, die in Deutschland geboren wurde und aufgewachsen ist, ging mir die Story besonders ans Herz.
Also „kol hakavod“ wie man hier in Israel sagt, wenn man lobt.
Alles Liebe,
Ruth Luba
Laura Resch – geboren 2004, Kommunikationsstudentin in Eindhoven (aus Bozen, Italien)
Schon von Kindesbeinen an habe ich immer viel und gerne gelesen. Manche Bücher sind gut von Beginn an, enttäuschen dann aber später im Laufe der Geschichte. Nicht so Vaterliebe.Mir wurde zum ersten Mal die Ehre zuteil, ein noch nicht publiziertes Buch zu lesen, wodurch ich mich als noch so junger Mensch übrigens einzigartig und besonders fühlte. Aber ich schaffte es zum Verrecken nicht, mit dem Lesen zu beginnen. Dann eines Tages gab ich mir einen Ruck. Es passierte, wie es passieren musste: Das Buch hat mich verschlungen. Mit Tränen in meinen müden Augen, ein gebrochenes Herz… im Brustkorb und Wut über das Ende ging ich um 4 Uhr morgens schlafen.
Ich weiß noch immer nicht, welchen Effekt das Buch auf mich hatte, aber es muss ein ziemlich großer gewesen sein, da ich eine Woche lang wie eine leere Hülle durch mein Leben gestolpert bin und noch sehr lange über alles nachgedacht habe. Das Buch ist wirklich gut. Die Geschichte hält dich im Bann, du fühlst, weinst, lachst und fieberst mit, doch es ist die Bedeutung der Geschichte, die dich auf eine Art fertig macht, die sich tief in deinem Inneren verankert und dafür sorgt, dass du den Inhalt, dessen Bedeutung und vor allem die Charaktere nie wieder vergessen wirst.
Für jene, die sich noch nie mit dem Thema des Holocaust beschäftigt haben oder sich nicht für Politik interessieren; dieses Buch ist ein Schrei, der dich aus deinem Schlaf reißen wird.
Damit will ich sagen, dass man sich die Zeit nehmen sollte, das Buch nicht nur zu lesen, sondern es auch zu verstehen und das Gelesene zu reflektieren. Ich selbst habe mich schon vor dem Lesen des Buches mit diesem schweren Thema beschäftigt, habe viele Bücher gelesen. Die Schule hat mich gut informiert. Ich reiste mit einem Programm nach Krakau, um Auschwitz zu besichtigen und machte mir meine eigenen humanen Gedanken. Dadurch wusste ich schon ein bisschen Bescheid und wurde nicht komplett von dem Buch und dessen Inhalt überrumpelt.
Vaterliebe ist ein so komplexes Buch, mit so vielen unterschiedlichen Wendungen, die dich zuweilen verwirren, sich dann aber später immer wieder zu einem logischen Zusammenhang verknüpfen. Dass mich das Ende etwas frustriert hat, lag daran, dass es noch nicht das Ende der Geschichte sein kann. Man wird neugierig, man will mehr. Es muss weiter gehen.
Besonders gut hat mir der Teil des Buches gefallen, in dem Alex nach Montana reiste und all seine Emotionen durch einen Schrei am See herauslässt. Ich konnte es mir so gut visuell vorstellen und seine Frustration und Schmerz an dieser Stelle nachempfinden. Auch die Vorstellung seiner „Undercover-Persönlichkeit Peter Müller“ hat mich sehr gepackt und es ist alles unvorstellbar spannend geschrieben.
Die Wendungen im Buch, als die Geschichte von Alex im Militär beginnt und dann später mit dem München-Massaker 1972 verknüpft wird, waren anfangs verwirrend, jedoch wurde es für mich dadurch noch spannender weiterzulesen. Geschickt ist es den Autoren Nick Wilder und Richard Opper gelungen, die Vielschichtigkeit dieser Geschichte dem Leser verständlich nahe zu bringen. Vor allem die immer wiederkehrenden Visionen des Protagonisten Alex von Stein geben dem Leser noch eine tiefere Verbindung und mehr Mitgefühl für seine Persönlichkeit und seinem Schicksal.
Ich empfehle jedem das Buch zu lesen, einfach weil es um aktuelle Themen geht und es dich durch die Mischung des fiktiven und realen Inhalts wirklich nicht mehr loslässt. Mehr will ich auch gar nicht dazu sagen, denn Vaterliebe spricht für sich selbst am besten und keine Formulierung könnte dem Buch gerecht werden.
Heinz Koch – Theaterintendant, Schauspieler, Regisseur, Autor (Ulm)
„Vaterliebe““, eine sogenannte „historical fiction“, die fatalerweise und beklemmend weniger historisch und so gar nicht fiktiv erscheint. Hatte das Autorenduo Nick Wilder und Richard Opper zunächst eine zehnteilige TV-Serie im Sinn, kommt jetzt (erst einmal) in 2026 „Vaterliebe“ als Buch heraus.Erzählt wird die Geschichte einer norddeutschen Familie des 20. Jahrhunderts. Der Vater dieser Familie, Leopold von Stein, wächst in der Zeit des erstarkenden Nationalsozialismus heran … und erliegt der ihn faszinierenden Ideologie, von der er sein Leben lang nicht loslässt. Um die Liebe und Zuneigung dieses zu solchen Regungen unfähigen Vaters buhlen seine zwei grundverschiedenen Söhne, Hans, der Ältere von beiden, und Alex, wobei der Jüngere nach Meinung des Vaters völlig aus der Art schlägt, weil er eben nicht „hart wie Kruppstahl und zäh wie Leder“ werden will.
Die heute noch lebenden Söhne eines solchen Vaters werden – für viele vielleicht erschreckend – mit ihrer eigenen Biografie konfrontiert. Für die sind Rückschlüsse aufs eigene (Er-)Leben unvermeidlich; da wird unweigerlich reflektiert und assoziiert werden. Die allermeisten werden nicht ein so gefährliches Leben wie Alex geführt haben. Sie haben aber womöglich einen Vater wie Leopold von Stein gehabt, der in der ersten Lebenshälfte überaus Schreckliches (nicht nur mit-) gemacht hat. Alex erfährt erst spät von dunklen Familiengeheimnissen, hat sich aber schon früh für ein Doppel-Leben entschieden, bei dem er aktiv eine Hasswelt von Antisemitismus, Rassedenken, Holocaustleugnen und völlig verquerem, abstrusem Stolz aktiv und undercover bekämpft, in der Identität des Nazi-Sympathisanten Peter Müller, eine Art „Agent des Guten“.
Diese – vor allem den in der Mitte des 20. Jahrhunderts Geborenen auf merkwürdige Art vertraut vorkommende Geschichte – könnte nicht besser in unsere Zeit passen, eine Zeit, in der sich vielen wachen Menschen immer wieder der Gedanke aufdrängt: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. Geschichtsvergessenheit, Ignoranz, Schluss-Strich-Phantasien bis hin zu Unglaublichem, Unerträglichem wie „Vogelschiss in der Geschichte“ lassen einen erschaudern und machen „Vaterliebe“ mehr als plausibel. Wenn man bis vor einigen Jahren diese Geschichte eben als ein fiktives Histörchen abgetan hätte, ist es jetzt eine angesichts des Erstarkens von Faschisten, Reichsbürgern und anderen von Umsturzgedanken Befallenen mehr als eine Mahnung.
Dabei verzichten die Autoren auf jede akademische oder pädagogische Attitüde. Die Geschichte – im Vordergrund das bewegte und bewegende Auf und Ab von Alex – kommt spannend und, ja, unterhaltsam an. Glaubwürdige Dialoge, fesselnde Handlungsabläufe, Rückblenden wie im Film, vor allem auch auf die Jugend des Leopold von Stein, nehmen gefangen und lassen mitzittern und auch mitfreuen. Enge Situationen, aus denen Alex sich immer wieder herauswindet, erhalten schöne Gegengewichte durch einfühlsam beschriebene menschliche Begegnungen – auch mit Partnerinnen.Mit „Vaterliebe“ haben Nick Wilder und sein Co-Autor Richard wohl aus einer Vorahnung entstandenen, den Nerv der Zeit unbedingt treffenden „Kommentar“ geschaffen, zum Glück nicht belehrend oder sonst wie abtörnend, sondern sehr kreativ und abwechslungsreich. Daher ist „Vaterliebe“ allen denen zu empfehlen, denen man wünscht, sie möchten die Zeichen an der Wand deuten. Vielleicht ist es doch angebracht, die ursprüngliche Idee zu verfolgen und doch auch einen filmischen Mehrteiler zu realisieren.
Jon Attfield & Norma Vanderwalde (Buchholz)
Über das Neonazi-Problem der Nachkriegszeit wird in Politik und Medien wenig berichtet oder diskutiert. Anti-Terrorismus-Detektivarbeit, die sich gegen die extreme Rechte richtet, ist wichtig und wertvoll. Sie ist ein hervorragendes Thema für einen Kriminalroman.… Belletristische Aufarbeitungen der zeitgenössischen Neonazi-Szene sind rar gesät. Nick Wilder, bekannt aus zahlreichen internationalen und deutschen Filmen und Serien, hat nun sein neues Buch vorgelegt. Und es beschäftigt sich mit diesem Thema. Es ist nicht nur ein Thriller – was es in erster Linie ist – sondern auch ein Entwicklungsroman. Der Protagonist ist ein junger Mann, der sich nach Zuneigung und menschlicher Wärme sehnt; ein Mann, der aus dem Bedürfnis heraus, sich von der Kälte des Nazi-Vaters zu distanzieren, seine eigenen Ziele sucht. Und doch klammert er sich an die Hoffnung, die Wertschätzung seines Vaters zu gewinnen. Indem er seine Lebensaufgabe findet, gelingt es ihm, seine psychischen Verletzungen zu kompensieren. Er lässt sich als Undercover-Agent von einer jüdischen Organisation anwerben, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, rechtsradikale Netzwerke zu unterwandern. Die verdeckte Arbeit des Protagonisten wird spannend und faszinierend geschildert. Während der Lektüre stellt sich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit ein, wenn man erfährt, wie sich das Nazi-Netzwerk so eng über den Globus verwoben hat. Der Protagonist findet die Liebe seines Lebens. Die Beziehung wird einfühlsam und emotional geschildert. Doch auch sie kann den inneren Zwang nicht aufheben, die Schuld des Vaters zu sühnen und zu verhindern, dass die menschliche Gesellschaft erneut in einem braunen Sumpf versinkt. Nick Wilder hat erkannt, wie wichtig es ist, diese Entwicklung zu beschreiben und davor zu warnen, und so ist ihm und seinem Co-Autor Richard Opper ein spannender und trotz der Dramatik und Gewalt einfühlsamer und emotionaler Roman mit scharf gezeichneten Charakteren gelungen.
U. Kloers (70) (Frankfurt)
VATERLIEBE, welch ein Wort der Gewissheit, wenn es um das Wohl der Kinder geht. Aber wenn diese Liebe fehlt, kann eine tiefe emotionale Leere entstehen, die Energien freisetzt. Die Geschichte beginnt im Jahr 2001 und spiegelt die politisch dunklen Jahre von 1933 bis 1945 wider, als die Nationalsozialisten in Deutschland an der Macht waren. Der Vater, Leopold von Stein, ist von der nationalsozialistischen Ideologie überzeugt … und leugnet den Holocaust. Die Bedeutung des aus dem Altgriechischen stammenden Wortes (holókaustos) setzt sich aus zwei Teilen zusammen: (holos) bedeutet „ganz oder vollständig“ und (kaustos) bedeutet „geopfert“ oder „verbrannt“. Leopold von Stein hatte zwei Söhne, Hans und Alex, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Als der jüngere Sohn Alex von der Rolle seines Vaters in der NS-Zeit erfährt, beginnt für ihn der Aufbruch in eine gefährliche Welt. Dort versucht er, ein weltweites rechtsextremes Netzwerk aufzudecken und zu bekämpfen. Der Leser wird unweigerlich Zeuge dieser äußerst spannenden Geschichte, in der Alex um sein Leben kämpfen muss. Die Einbindung in die Erzählung wird immer wieder durch atmosphärisch düstere Szenen erzeugt, die beim Lesen starke, ungeahnte emotionale Reaktionen auslösen. Das Ende dieser Geschichte ist eine Offenbarung, mit der man nie gerechnet hätte. Niemals! Das Buch VATERLIEBE birgt eine fesselnde Bilderflut, die von den Autoren Nick Wilder und Richard Opper auf geniale Weise erzeugt wird.D. Schaericke (Berlin)
Wow, was für ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten hat, unerwartete Wendungen nimmt und gerade im aktuellen Zeitgeist sehr zum Nachdenken anregt. Ein Potpourri an Emotionen löste dieses Buch in mir aus und ich war so gefesselt von der Geschichte, dass ich es gar nicht mehr weglegen konnte. Ein völlig neuer Ansatz …mit dem Stoff umzugehen, ist nicht nur erfrischend, sondern zeigt innerhalb einer Geschichte einen Tiefgang auf, für den andere vier Bücher schreiben müssten. Großes Kompliment an Nick Wilder!Die Geschichte von Alex von Stein fesselt mich nicht nur als Leserin, sondern als Mensch, der sich eine verständnisvollere Welt wünscht, in der die Dramen der Geschichte sich nicht länger wiederholen müssen.
Florian Dietel – Schauspieler und Theater-Autor (Nürnberg)
Nick Wilder hat mir dankenswerterweise seinen neuen Roman „Vaterliebe“ vorab zum Probelesen gegeben und ich war von der ersten bis zu letzten Seite von diesem einzigartigen Stoff begeistert!Das Original „Fatherlove – a cautionary tale“ ist in englischer Sprache geschrieben. Die deutsche Übersetzung liest sich toll. Als packende und weltumspannende Agentenstory …im Stil von Jason Bourne zwischen Deutschland und den USA beschreibt Nick Wilder den Weg des „Jungen vom Land“ Alex von Stein, den es in die weite Welt hinauszieht und der sich prompt als Undercover-Mitarbeiter einer geheimen Organisation wiederfindet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, rechte Netzwerke verdeckt zu durchleuchten und zu überwachen. Dabei geht es schnell um etwas viel größeres als bloße Namen auf dem Papier, nämlich um Alex selbst und ein dunkles Familiengeheimnis, das weit in der Vergangenheit und seiner eigenen Heimat in Norddeutschland ruht. Alex muss sich anderer Identitäten bedienen und mehr als einmal fragen, wohin ihn der Weg führt und vorallem, welcher Weg ihn überhaupt bis hierher geführt hat.
Ein zutiefst berührender Vater- Sohn-Konflikt, der sich jahrzehntelang angestaut hat, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte im Angesicht von weltweit wiedererstarkendem Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, das Leugnen von Schuld, mögliche Vergebung, Freundschaft in fremden Kulturen und die verzweifelte Suche nach dem eigenen Platz im Leben irgendwo auf der Welt.
Das alles haben Nick Wilder und sein amerikanischer Co-Autor Richard Opper zu einem spannenden, mitreißenden und hervorragend durchdachten Roman verdichtet, der im Anblick der gegenwärtigen Weltpolitik aktueller, wichtiger und lesenswerter denn je ist.
Helga Schirmer – Jahrgang 1940 (Thum im Erzgebirge)
Es war mir eine große Freude und Ehre, dass ich für Nick Wilder Testleserin für sein neues Buch sein durfte. Schon als Kind waren Bücher meine schönsten Geschenke.Je älter ich wurde, umso anspruchsvoller wurde mein Lesestoff. Im Osten, im Erzgebirge aufgewachsen, war es nicht immer leicht, an guten Lesestoff zu kommen, aber da gab es ja glücklicherweise eine Bücherei und man hatte ja auch Bekannte, die Bücher aus dem „Westen“ hatten.
Ich habe vor allem sehr gern und viel Bücher mit geschichtlichem Hintergrund mehr studiert als nur gelesen. Bei mir ist das „Kino im Kopf“ und ich bin mitten im Geschehen.
Das neue Buch von Nick Wilder und seinem Coautor Richard Opper… lässt schon im Prolog ahnen, wie spannend und interessant es wird. Und so war es auch. Das gesamte Buch ist eine Achterbahn der Gefühle.
Einiges hat man so nicht gewusst, einige Tatsachen machen auch heute noch wütend und traurig, und es gibt sehr emotionale Momente, wo man weinen möchte. Die Hauptfigur des Buches ist dem Autor mehr als gelungen – man fühlt mit ihr, fiebert mit ihr und man freut sich auch mit ihr.
Es sind so viele interessante, aber auch beängstigende Faktoren angesprochen, die mitunter sprachlos machen.
Das Erstaunliche zum Schluss. Der Leser merkt, es geht hier auch um jüdische Geschichte. Auf der einen Seite der Judenhass, der heute verstärkt wieder aufflammt, vor allem auch in Amerika, aber auch die jüdischen Familien, die verzeihen können und auf der anderen Seite stehen Nazis – alte verbohrte Männer, die dem Krieg und ihren SS-Uniformen nachtrauern und die jüngere Generation Nazis, die dieses Gift schon geschluckt hat.
Ich kann nur sehr empfehlen, es zu lesen – es lohnt sich und ich finde auch, es ist wichtig, dass man ein Buch mit diesem Inhalt liest.
Danke, lieber Nick Wilder und auch dem Co-Autor Richard Opper für dieses Buch!
Bitte schreibt eine Fortsetzung. Ich warte darauf.
